Nachtfahrt

 

Wenn es Nacht wird . . .

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vielleicht haben sie sich in ihrer Nachtruhe auch schon gestört gefühlt, wenn an ihrem Haus mitten in der Nacht ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn vorbei fährt und Sie aufweckt.

Aber - wir fahren nicht zum Spaß mit diesem infernalen Krach nachts an ihrem Haus vorbei, um Sie zu wecken. Sondern wir führen eine hoheitliche Aufgabe aus, um anderen Mitmenschen, welche in Not geraten sind zu helfen.

Da aber auch nachts Verkehr auf unseren Straßen herrscht, ist es oft unabdingbar auf das Martinshorn zu verzichten.

Zum einen sind wir nach STVO verpflichtet, wenn wir eine hoheitliche Aufgabe ausführen mit dem Horn zu fahren und andererseits ist es auch für die Personen welche in der Not stehen ein befreiendes Gefühl, wenn sie hören das die Hilfe auf direktem Weg zu ihnen ist!

Aber - Sie werden wach! Was denken Sie?

  • Hoffentlich können die Feuerwehrleute noch rechtzeitig helfen, oder
  • die werden doch nicht zu uns kommen, oder
  • sind alle unsere Kinder zu Hause, oder
  • müssen die so einen Krach machen und mich in meiner wohlverdienten Nachtruhe stören?

Wird die Feuerwehr alarmiert, zählt jede Sekunde. Minuten entscheiden oftmals über Leben und Tod, über kleine Feuer oder Großbrände mit riesigem Sachschaden. Darum muss die Feuerwehr im Schadensfall möglichst rasch an der Einsatzstelle sein. Und dabei helfen ihr die Sonderrechte nach §35 Straßenverkehrsordnung. Diese können aber nur mit Blaulicht und Martinshorn in Anspruch genommen werden. Es ordnet an: "Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen." Das Blaulicht allein ist hierfür unzulässig.

Stellen Sie sich vor, dass diese krachmachenden Feuerwehrleute

  • vor fünf Minuten noch selbst in ihren Betten waren wie Sie,
  • um 6 Uhr wieder zur Arbeit müssen wie Sie,
  • die nächsten zwei oder drei Stunden nicht mehr schlafen werden
    (was oftmals auch für deren Familien gilt).

Tag und Nacht für sie einsatzbereit - dankt Ihnen für Ihr Verständnis!

Ihre Feuerwehr Steinenbronn
Steffen Schiettinger