Hauptübung 1995 an der AGIP Tankstelle
Geschrieben von: Joachim Unger am 23. September 1995
Unfallannahme: Busunglück mit vielen verletzten Personen:
Im Folgenden können Sie einige Bilder der Hauptübungen sehen.
Wir möchten uns bei allen Beteiligten nochmals bedanken und hoffen weiter auf eine gute Zusammenarbeit!
Ein Dank an unsere Führungskräfte, die durch ihr entschlossenes Handeln uns richtig einteilten und somit ein größeres Chaos verhinderten.
Unser schnell eintreffendes DRK hat uns sehr entlastet und die Verletzten abgenommen bzw. vor Ort versorgt.
Bereitstehende Rettungswagen zum Abtransport der Verletzten
Bei der Rettung fängt es an. Überall Verletzte links, rechts, oben und unten (jetzt das Dach). Wir kamen ganz schön ins Schwitzen, da wir uns über die Sitze und Fenster zu den Verletzen vorarbeiten mussten. Die große Anzahl der Verletzen erschwerte dies zusätzlich. Unser DRK hatte gute Arbeit bei der Vorbereitung der Opfer (schminken, in Lage bringen, Geräusche) geleistet. Gratulation!
Ich wünsche keinem, dass er die Schreie von vierzig Verletzten hören muss.
Eine Standardsituation: Person hinter Steuer eingeklemmt.
An den Beinen sehen Sie am Auto einen Knick im Bodenblech. Dieser entstand beim Einsatz mit dem Stempel. Er wird diagonal von der A- zur B-Säule gelegt und drückt diese auseinander. Bei dieser Verformung knickt das Bodenblech ein und der positive Effekt ist, dass sich die Lenksäule anhebt und so mehr Raum im Brustbereich und der Pedale des Opfers geschaffen wird.
Dieser PKW verursachte das "Unglück".
Je größer die Übung, um so größer die Aufräumarbeiten, "ächts". Aber es bringt Probleme zum Vorschein, an die man nicht denkt: die Koordination der anderen Wehren, Rettungswagen, Heli-Landeplatz, Sammelstelle für Verletzte und die Absprache mit Krankenhäusern. Wer denkt an so etwas?
Ein Busunglück ist ausreichend, um jede FFW in eine Konfliktsituation zu bringen, die ungeübt nicht zu meistern ist.
Wir sind immer für Sie da!
Ihre Feuerwehr Steinenbronn
Zuletzt aktualisiert am 29. Dezember 2010
