Hauptübung 2003 im Gemeindehaus
Geschrieben von: Alexander Baur am 01. Oktober 2003
Fettexplosion im Gemeindehaus
Gemeinsames Übungsobjekt der Jahreshauptübung des DRK und der FFW Steinenbronn war die evangelische Kirche und das angrenzende Gemeindehaus. Den zahlreich erschienenen Zuschauern wurde vor Beginn der Übung eine Fettexplosion demonstriert. In einem mit brennendem Fett gefüllten Behälter wurde etwas Wasser geschüttet und sofort kam es zu einer Fettexplosion mit der Folge einer gewaltigen Stichflamme, die in Gebäuden hohen Schaden und Folgebrände verursacht.
Zu einer Fettexplosion kommt es, wenn Wasser in eine auf über 100°C erwärmte Flüssigkeit, wie Fette oder Öle, gegossen oder gespritzt wird. Wasser, ist schwerer als Fett und Öl, dringt nach unten, wird dabei erhitzt und wird zu Wasserdampf. Durch die enorme Ausdehnung von Wasserdampf (aus 1l Wasser werden 1700l Wasserdampf) wird das brennende Fett oder Öl herausgeschleudert, fein verteilt und brennt schlagartig ab. Sollte es je einmal zu einem Fettbrand in Ihrer Küche kommen, löschen Sie nie mit Wasser! Decken Sie den Topf oder Pfanne ab und schalten Sie den Herd aus. Bei anderen Fett- und Ölbränden sind auch Pulverlöscher und Kohlendioxid-Löscher geeignet.
Eine Fettexplosion und der entstandene Folgebrand war auch Ausgangspunkt unserer Hauptübung. Mehrere Verletzte im verrauchten Gemeindehaus und die in die Kirche geflüchteten, eingeschlossenen Gäste, galt es zu retten und zu befreien.
Unter Schwerem Atemschutz rückten die ersten Trupps aus, trugen die Verletzten aus den Gebäuden und übergaben diese ans DRK, die einen Versorgungsplatz vor dem Kindergartengelände aufgebaut hatten. Die ins Kirchengebäude geflüchteten Personen wurden über das Eingangstor der Kirche mit hydraulischer Schere und Spreizer gerettet.
Eigene Löschtrupps und die Drehleiter aus Böblingen verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf die Kirche. Das stark verrauchte Gemeindehaus, das vor Übungsbeginn eingenebelt wurde, um den Übungszweck so realistisch wie möglich zu machen, wurde mit Lüftern entraucht und der Brand bekämpft.
Bedanken möchte ich mich bei den beiden Organisatoren Guido Wenzel und Frank Schmökel, den vielen teilnehmenden Jugendlichen und Kirchengemeinderäten als Mimen, sowie für die Bereitstellung des Übungsobjektes. Vielen Dank auch an das Interesse der Bevölkerung an unseren Übungen.
Wir sind immer für Sie da!!!
Ihre Freiwillige Feuerwehr Steinenbronn
Alexander Baur
Pressesprecher

