Brandschutzerziehung 2011 mit der Klasse 4b

Besuch der Klasse 4b bei der Freiwilligen Feuerwehr Steinenbronn

Am Montag, den 31.01.2011 konnten wir, die Klasse 4b, unser Wissen zum Thema „Feuer“ direkt bei der Feuerwache in Steinenbronn erweitern. Für drei Schulstunden erklärten uns vier Männer der freiwilligen Feuerwehr fachkundig wie Feuer entsteht und welche Gefahren es in sich birgt.
Herr Joachim Unger, Herr Dieter Nagel, Herr Sven Grieb und Herr Gerhard Nagel, der im Jahr 1946 die Feuerwache in Steinenbronn mitbegründete, beantworteten unsere Fragen und zeigten uns die Ausrüstung der Feuerwehrmänner und die Ausstattung der Feuerwehrautos.

Ausstattung des Feuerwehrautos

Herr Unger führte an einem Modellhaus aus Glas vor, wie wichtig Rauchmelder in einem Haus sind. Wir erfuhren, dass in England, wo eine Rauchmelderpflicht besteht, die Zahl der Rauchvergiftungsopfer enorm zurückgegangen ist.
Herr Nagel Senior erzählte uns, mit welchen Mitteln die Feuerwehr früher Feuer gelöscht hat und zeigte uns alte Ausrüstungsstücke. Interessant waren Eimer aus Leder. Jeder Steinenbronner Haushalt musste früher zwei Ledereimer kaufen um damit im Falle eines Brandes eine sogenannte Eimerkette bilden zu können.

Feuerwehrausrüstung aus früherer Zeit

Herr Dieter Nagel ließ jeden von uns durch eine Wärmebildkamera schauen und wir staunten, dass man damit tatsächlich erkennen kann, wo sich ein Mensch in einem dunklen Raum befindet. Das ist sehr hilfreich, wenn ein Raum voller Rauch ist und die Feuerwehrleute nicht erkennen können, ob sich noch jemand in dem Raum befindet, den sie retten müssen.
Herr Sven Grieb erklärte uns einige Spezialwerkzeuge aus einem Feuerwehrauto und zeigte uns, wie er mit einem hydraulischen Spreizer eine dicke Holzlatte zerquetschen konnte. Bei einem Rettungseinsatz können Feuerwehrleute mit so einem Spreizer zum Beispiel verklemmte Autotüren öffnen.

Herr Unger bereitet ein Experiment vor

Für das tollste Experiment versammelten wir uns draußen vor der Feuerwache. Herr Unger erhitzte mit einem Bunsenbrenner in einem Topf solange Wachs bis es flüssig wurde und anfing zu brennen. Als er die Flammen im Topf mit einem nur viertelvoll gefüllten Wasserglas löschen wollte, schlug eine 5 Meter hohe Stichflamme in den Himmel. Wir alle verstanden dadurch, wie gefährlich es ist, wenn brennendes Öl mit Wasser zusammenkommt.

bse11

Für diese eindrucksvollen und lehrreichen Stunden und auch für Verpflegung mit Brezeln und Apfelschorle in der Pause möchten wir uns nochmals bei den Männern von der Freiwilligen Feuerwehr bedanken.

Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b