Jugendordnung der Jugendfeuerwehr Steinenbronn

Satzung der Jugendfeuerwehr Steinenbronn, erstellt im März 2007

§1 Name und Gliederung

(1) Die Jugendfeuerwehr Steinenbronn ist die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Steinenbronn.
(2) Die Jugendabteilung ist eingliedrig.


  

§2 Aufgaben und Zweck

(1) Die Jugendfeuerwehr ist die Gemeinschaft der Jugend innerhalb der Feuerwehr, die sich zu ihren Idealen bekennt und an ihrer Verwirklichung tätig mitwirkt.
(2) Die Jugendfeuerwehr will

a) die Jugend zu tätiger Nächstenhilfe anleiten,
b) das Gemeinschaftsleben und die demokratischen Lebensformen unter Kindern und Jugendlichen fördern. Umgang und Erziehung sowie das Einbeziehen und die Beteiligung sollen hierzu beitragen,
c) dem europäischen Gedanken und dem gegenseitigen Verstehen unter den Völkern vor allem durch Begegnungen bei Lagern und Fahrten dienen,
d) aktiv am Schutz von Umwelt und Natur mitwirken.

(3) In fachlicher Hinsicht will die Jugendfeuerwehr auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr vorbereiten, unter Berücksichtigung der Leisen, die Leistungsfähigkeit und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen.

a) Aufgaben der Feuerwehr;
b) Erste Hilfe;
c) Brandschutzerziehung.

Die entsprechenden Vorschriften sind zu beachten.
(4) Weitere Aufgaben der Jugendfeuerwehr sind:

a) aktive Mitwirkung in der Gemeinschaft der Jugendorganisationen der Gemeinde und den überörtlichen Zusammenschlüssen der Jugendfeuerwehr;
b) Erstellen der Jahresstatistik der Jugendfeuerwehr;
c) Berichterstattung für die Jugendfeuerwehr-Fachpresse;
d) Öffentlichkeitsarbeit.

§3 Mitgliedschaft

(1) In die Jugendfeuerwehr können Mädchen und Jungen zwischen dem vollendeten elften und dem vollendeten achtzehnten Lebensjahr als Mitglieder aufgenommen werden wenn sie

a) den gesundheitlichen Anforderungen des Feuerwehrdienstes gewachsen sind,
b) geistig und charakterlich für den Feuerwehrdienst geeignet sind,
c) sich zu einer längeren Dienstzeit bereit erklären,
d) nicht infolge eines Richterspruchs nach §45 des Strafgesetzbuchs (StGB) die Fähigkeit zur bekleidung öffentlicher Ämter verloren haben,
e) nicht wegen Brandstiftung nach §306 bis §306c StGB verurteilt wurden.

Die Aufnahme muss mit schriftlicher Zustimmung der Sorgeberechtigten beantragt werden.

Über die Aufnahme entscheidet der Jugendfeuerwehrausschuss im Einvernehmen mit dem Feuerwerhrausschuss, nach einer dreimonatigen Probezeit.

Die Mitgliederzahl ist bei einer Gruppe auf maximal 15 Mitglieder und bei zwei Gruppen auf maximal 20 Mitglieder beschränkt

(2) Die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr endet

a) bei Übernahme in die Einsatzabteilung;
b) beim Austritt aus der Jugendfeuerwehr;
c) wenn die Erziehungsberechtigten ihre Zustimmung schriftlich zurücknehmen;
d) wenn die gesundheitlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt werden können;
e) mit der Entlassung oder dem Ausschluss aus der Jugendfeuerwehr;
f) mit der Auflösung der Jugendfeuerwehr.
g) wenn das achtzehnte Lebensjahr vollendet ist

 


§4 Rechte und Pflichten der Mitglieder der Jugendfeuerwehr

(1) Jedes Mitglied der Jugendfeuerwehr hat das Recht

a) bei der Planung und Gestaltung der Jugendarbeit aktiv mitzuwirken;
b) in eigener Sache gehört zu werden;
c) die Organe zu wählen.

(2) Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind gemäß den entsprechenden Richtlinien einheitlich zu kleiden.
(3) Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr

a) sind von der Gemeinde gegen Haftpflicht zu versichern;
b) erhalten für im Dienst entstandene Sachschäden einen Ersatz gemäß § 17 FwG;
c) erhalten bei auf den Jugendfeuerwehrdienst zurückzuführender Arbeitsunfähigkeit Lohnfortzahlung gemäß § 15 (2) FwG.

(4) Jedes Mitglied der Jugendfeuerwehr hat die Pflicht

a) an den Dienstveranstaltungen regelmäßig und pünktlich teilzunehmen;
b) die im Rahmen dieser Jugendordnung gegebenen Anordnungen zu befolgen;
c) sich den anderen Mitgliedern gegenüber kameradschaftlich zu verhalten;
d) mit den anvertrauten Ausrüstungsstücken und Geräten sorgsam umzugehen.

(5) Um eine geregelte und sinnvolle Kinder und Jugendarbeit zu garantieren, sind bei Verstößen gegen Umgangsformen, Ordnung, Disziplin und Kameradschaft angemessene Ordnungsmaßnahmen zu ergreifen.

(6) Die jeweilige Ordnungsmßnahme wird im Jugendfeuerwehrausschuss beraten, entschieden und vom Jugendfeuerwehrwart umgesetzt. Der Ausschluss aus der Jugendfeuerwehr wird nach Beschluss des Jugendfeuerwehrausschusses und der Feuerwehrausschusses im Benehmen mit dem Jugendfeuerwehrwart vom Kommandanten ausgeführt.

(7) Gegen die Ordnungsmaßnahme oder den Ausschluss steht dem Betroffenen das Recht zur Beschwerde zu. Der Einspruch muss innerhalb einer Frist von vier Wochen nach der Mitteiliung schriftlich beim Kommandanten der Feuerwehr erfolgen.


§5 Organe der Jugendfeuerwehr

Organe der Jugendfeuerwehr sind:

a) Jugendversammlung;
b) Jugendfeuerwehrausschuß;
c) Jugendleitung.

§6 Jugendversammlung

(1) Die Jugendversammlung ist das Beschlußorgan der Jugendfeuerwehr; ihr sind alle wichtigen Angelegenheiten der Jugendfeuerwehr, soweit für deren Behandlung nicht andere Organe zuständig sind, zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. Die Jugendversammlung tritt mindestens einmal im Jahr unter dem Vorsitz des Jugendfeuerwehrwart zusammen.
(2) Die Jugendversammlung setzt sich zusammen aus

a) den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr;
b) den Mitgliedern des Jugendfeuerwehrausschusses.

(3) Der Jugendfeuerwehrwart gibt den Zeitpunkt und den Tagungsort mindestens vier Wochen vorher bekannt. Anträge zur Tagesordnung sind spätestens zwei Wochen vor der Versammlung an den Leiter der Jugendfeuerwehr einzureichen. Die endgültige Einladung mit der Tagesordnung ist spätestens acht Tage vorher zuzustellen.
(4) Über die Jugendversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen.
(5) Aufgaben der Jugendversammlung sind insbesondere

a) Wahl des Jugendsprechers und seines Stellvertreters auf zwei Jahre
b) Wahl des Kassenwartes, des Schriftführers und der beiden Kassenprüfer auf zwei Jahre;
c) Genehmigung des Jahresberichts des Leiters der Jugendfeuerwehr, der Jahresrechnung und des Haushaltsplanes;
d) Entlastung von Kassenwart und Jugendfeuerwehrausschuß,
e) Festsetzung etwaiger Umlagen;
f) Beratung der Jugendordnung;
g) Beratung über eingereichte Anträge;
h) Wahl der Jugendfeuerwehrwart und des stv. Jugendfeuerwehrwart auf fünf Jahre in geheimer Wahl und schriftlich.

§7 Jugendfeuerwehrausschuß

(1) Der Jugendfeuerwehrausschuß besteht aus dem Jugendfeuerwehrwart als Vorsitzendem und dem auf der Jugendversammlung aus der Reihe der Mitglieder gewählten Jugendsprecher. Dem Jugendfeuerwehrausschuß gehören als Mitglieder weiter an

a) der stv. Jugendwart;
b) die Jugendgruppenleiter;
c) der stv.Jugendgruppensprecher
d) der Schriftführer;
e) der Kassenwart;

(2) Der Jugendfeuerwehrausschuss wird vom Jugendfeuerwehrwart mindestens zweimal im Jahr einberufen.
(3) Über die Sitzung des Jugendfeuerwehrausschusses sind Niederschriften zu fertigen.
(4) Die Aufgaben des Jugendfeuerwehrausschusses sind:

a) Beschlussfassung über alle wichtigen Angelegenheiten der Jugendfeuerwehr, soweit sie nicht der Jugendversammlung vorbehalten sind;
b) Erarbeitung von Vorschlägen für die Wahl des Leiters der Jugendfeuerwehr und seines Stellvertreters;
c) Beschlussfassung über die Mitgliedschaft in Organisationen und Einrichtungen in der Gemeinde im Einvernehmen mit dem Feuerwehrkommandanten;
d) Vorbereitung der Jugendversammlung;
e) Genehmigung des Jahresdienstplanes.

§8 Jugendleitung

(1) Die Jugendleitung besteht aus

a) dem Jugendfeuerwehrwart;
b) dem stv. Jugendwart.

(2) Der Jugendfeuerwehrwart vertritt die Belange der Jugendfeuerwehr im Auftrag des Feuerwehrkommandanten nach innen und außen. Von der Vertretungsbefugnis darf der stv. Jugendfeuerwehrwart nur Gebrauch machen, wenn der Jugendfeuerwehrwart verhindert ist. Der Stellvertreter soll besondere Aufgaben wahrnehmen.
(3) Der Jugendfeuerwehrwart hat Sitz und Stimme im Feuerwehrausschuß.
(4) Die Jugendleitung

a) entscheidet über alle Angelegenheiten der Jugendfeuerwehr, die keinem anderen Organ zustehen,
b) führt die Beschlüsse der Organe durch,
c) entwirft  den Jahresdienstplan der Jugendfeuerwehr;
d) erlässt Dienstanweisungen.

(5) Mitglieder der Jugendleitung müssen folgende Vorraussetzungen haben:

            a) muss Mitglied der Einsatzabteilung sein,
            b) muss den Lehrgang Jugendfeuerwehrwart besucht haben,
            c) sollte den Gruppenführer-Lehrgang besucht haben, mindesten aber den Truppführer-Lehrgang besucht haben.
            d) Sowie alle Lehrgänge besucht haben die ihnr befähigen die amtliche Jugendleiter Card (Juleica zu erhalten

§ 9 Jugendgruppenleiter

1) Die Jugendgruppenleiten
leiten und gestalten die Übungsdienste nach den Vorgaben des
Jahresdienstplanes, welchen sie mit der Jugendleitung gemeinsam erstellen.

2) Die Jugendgruppenleiter
sind verpflichtet an den Übungen in der nach Jahresdienstplan geforderten
Anzahl anwesend zu sein.

3) Über die Aufnahme als
Jugendgruppenleiter entscheiden die aktuellen Jugendgruppenleiter mit der
Jugendleitung nach einer 6 Monatigen Probezeit.

4) Jugendgruppenleiter
müssen folgende Voraussetzungen haben:

a) muss Mitglied der
Einsatzabteilung sein.

b) sollte den Truppführer-
Lehrgang besucht haben.

c) muss den Lehrgang
Jugendgruppenleiter haben, und alle notwendigen Lehrgänge die ihn befähigen die
Jugendleiter Card (Juleica) zu erhalten


§9 Abstimmungen, Wahlen, Niederschriften

(1) Die Organe sind beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Stimmberechtigten vertreten ist. Bei Beschlußunfähigkeit ist eine neue Sitzung mit gleicher Tagesordnung binnen vier Wochen durchzuführen, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der vertretenen Stimmberechtigten beschlussfähig ist.
(2) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten gefasst, soweit nicht andere Mehrheiten vorgeschrieben sind. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Anträge zur Änderung der Jugendordnung müssen begründet mit der Einladung bekannt gegeben werden. Die Beschlüsse erfordern eine Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Stimmberechtigten. Auf Antrag eines Stimmberechtigten ist eine schriftliche Abstimmung durchzuführen. Stimmenhäufung ist ausgeschlossen.
(3) Die Wahl des Jugendfeuerwehrwart sowie dessen Stellvertreter erfolgt in getrennten Wahlgängen schriftlich. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der anwesenden Wahlberechtigten erhalten hat.
(4) Über die Sitzungen der Organe sind Ergebnisprotokolle anzufertigen.


§10 Verwaltung

(1) Zur Unterstützung bei Erledigung der schriftlichen Arbeit sowie für die Führung der Protokolle wird ein Schriftführer gewählt.
(2) Für die Einnahmen wird eine Jugendkasse eingerichtet gemäß §18 FwG
(3)Als Einnahmen stehen zur Verfügung:

a) Zuwendungen der Gemeinde;
b) Zuwendungen der Kameradschaftskasse;
c) Erträge aus Veranstaltungen und Leistungen;
d) Spenden und Schenkungen Dritter;
e) Jugendplanmitteln.

(3) Über die Verwendung der Mittel entscheidet die Jugendfeuerwehr in eigener Zuständigkeit unter Beachtung der Bestimmungen der Jugendpläne. Zahlungen bedürfen der Anweisung durch den Jugendfeuerwehrwart.
(4) Zur Unterstützung bei den laufenden Kassenarbeiten wird ein Kassenwart gewählt.
(5) Die Jugendkasse ist mindestens einmal jährlich von zwei Kassenprüfern zu prüfen. Über das Ergebnis erstatten die Kassenprüfer der Jugendversammlung Bericht.


§11 Schlussbestimmung

Diese Jugendordnung wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Steinenbronn ausgearbeitet, und vom Ausschuss beschlossen.
Bürgermeister und Gemeinderat liegt diese Ordnung vor.
Stand: Januar 2015