Jugendfeuerwehr soll im Mai beginnen

 

Zur Informationsveranstaltung kamen zehn Kinder mit ihren Eltern

Steinenbronn - Mit einer Informationsveranstaltung am Samstag warb die Freiwillige Feuerwehr für die Gründung einer Jugendfeuerwehr. Bei der Jugendfeuerwehr mitmachen können interessierte Mädchen und Jungen ab einem Mindestalter von zwölf Jahren.

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VON VOLKER HELD

An einer längerfristigen Mitarbeit interessierte Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 17 Jahren, die teamfähig, kameradschaftlich, sozial engagiert, einsatzbereit, belastbar und sportlich sind, sind bei der Jugendfeuerwehr willkommen. Der erste Übungsabend der Jugendfeuerwehr wird im Mai stattfinden. Der Wochentag wird noch festgelegt. Dabei werden die Wünsche der Interessentinnen und Interessenten berücksichtigt. Alle zwei Wochen kommen die Jugendlichen dann im Feuerwehrgerätehaus zusammen und werden in der Feuerwehrtechnik und -taktik geschult. "Wir setzen auch viele spielerische und sportliche Elemente wie Schlauchkegeln und Zirkeltraining ein und gehen auch gemeinsamen Freizeitaktivitäten nach", versicherte der stellvertretende Jugendwart, Sven Horvath, dass das Ganze nicht zu trocken wird. Zusammen mit Jugendwart Sven Studler und den Jugendleitern Matthias Bauer, Alexander Baur und Gerhard Bechtel wird Horvath die Übungsabende und die übrigen Unternehmungen organisieren.

Am Samstag zeigte die benachbarte Waldenbucher Jugendfeuerwehr bei einer Schauübung, deren Szenario ein Pkw-Brand zugrunde lag, einen Standardlöschangriff. "Bis wir dieses Leistungsniveau erreicht haben, wird es mindestens ein Jahr dauern", stellte Horvath fest.

Das Ziel des Betreuerteams ist es dann auch, mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr die Leistungsabzeichen Jugendflamme und Jugendspange abzulegen sowie an den Kreisjugendfeuerwehrwettkämpfen teilzunehmen.

Sechs bis acht Jahre wird es wohl dauern, bis die ersten in der Jugendfeuerwehr ausgebildeten Nachwuchskräfte dann in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen werden können. Die Ausbildung qualifizierten Nachwuchses ist neben dem Angebot einer sinnvollen und interessanten Freizeitbeschäftigung das Ziel der Jugendfeuerwehrarbeit. "Unser großes Problem ist die schwache Besetzung in der Tagbereitschaft", erläuterte Sven Horvath den Hintergrund. Außerdem gelte es, das Durchschnittsalter der aktiven Mannschaft, das derzeit bei 37 Jahren liegt, zu senken, führte der stellvertretende Jugendwart weiter aus.

Bei der Informationsveranstaltung am Samstag nahmen rund zehn interessierte Mädchen und Jungen und deren Eltern die notwendigen Informationen und Anmeldeformulare mit. Im ganzen Ort hängen bereits Werbeplakate aus der Serie der baden-württembergischen Jugendfeuerwehr aus. "Wir werden nun noch in der Schule und bei Veranstaltungen werben", stellte Sven Horvath den weiteren Weg dar. Horvath war mit dem gezeigten Interesse aber schon sehr zufrieden.

Quelle: Auszug Böblinger Bote vom 02.04.07 Seite 13 (www.bb-live.de)